Ein Tabubruch und seine Folgen : Vor zehn Jahren erschien ein Buch über die „Israel-Lobby“

Es war ein Tabubruch, der heftige Reaktionen auslöste: Vor zehn Jahren erschien in den USA das Buch The Israel Lobby and US Foreign Policy (deutsche Übersetzung bei Campus), verfasst von den  Politikwissenschaftlern John Mearsheimer (University of Chicago) und Stephen Walt (Harvard University). Bereits ein Jahr zuvor, 2006, hatten die beiden in der London Review of Books einen umfangreichen Aufsatz zum Thema veröffentlicht. Jetzt, zehn Jahre später, ziehen sie eine vorläufige Bilanz. Welche Wirkung hatten Aufsatz und Buch? Was hat sich zwischenzeitlich geändert? Und wie war das eigentlich damals, als sie sich entschlossen, ihren Stich ins Wespennest zu setzen?

Gegenwärtig kennen die US-Medien kaum ein anderes Thema als „RussiaGate“, also die angebliche russische Einmischung in inneramerikanische Angelegenheiten, insbesondere während der letzten Präsidentschaftswahlen. Doch wie steht es mit der israelischen Einmischung in die US-amerikanische Politik? Wer hatte in der Vergangenheit (und wer hat gegenwärtig) wohl den größeren Einfluss: Russland oder Israel? Als Robert Parry diese Frage im Frühjahr 2017 einem langjährigen Mitarbeiter der Demokratischen Partei, der in die Russland-Ermittlungen involviert ist, stellte, kam die Antwort ohne Zögern: „Israel natürlich.“ : AUGEN AUF UND DURCH

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